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Hausmittel im Check: Leinsamen bei Hämorrhoiden

Leinsamen sind ein altbewährtes Hausmittel bei Hämorrhoiden.

In unserer Beitragsreihe “Hausmittel gegen Hämorrhoiden: Was wirkt?” wollen wir Ihnen einen umfassenden Überblick über alle relevanten Hausmittel bei Hämorrhoiden geben.

Sie erfahren

  • wie wirksam das jeweilige Hausmittel bei Hämorrhoiden ist,
  • wie Sie das Hausmittel richtig einnehmen oder anwenden,
  • wo sie das Hausmittel kaufen können,
  • in welcher Preisklasse sich das jeweilige Hausmittel bewegt.

Im zweiten Teil der Beitragsreihe nehmen wir Leinsamen unter die Lupe.

Dieser natürliche Ballaststoff zählt zu den Klassikern der Hämorrhoiden-Therapie.

Erhältlich als:

Ganze Leinsamen*
Geschrotete Leinsamen*

Haben wir ein Hausmittel vergessen? Schreiben Sie uns einfach und wir analysieren gerne auch weitere Hausmittel!

Botanischer oder anderer Name

Linum usitatissimum

Beschreibung der Leinsamen

Leinsamen gelten, ebenso wie Flohsamenschalen, als eines der bekanntesten Hausmittel zur Behandlung von Hämorrhoiden. Die Samen entstammen dem Lein, auch Flachs genannt – einer der ältesten Kulturpflanzen der Welt.

Unter anderem werden Leinsamen eingesetzt bei:

  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Hämorrhoiden

Pluspunkt: Da die ballaststoffreichen Leinsamen bei uns in Mitteleuropa heimisch sind, verfügen sie über eine bessere Ökobilanz als die aus Asien stammende Flohsamen-Pflanze.

Wirkung allgemein der Leinsamen

Leinsamen unterscheiden sich von Flohsamenschalen vor allem in der Quellwirkung. Die Quellwirkung fällt bei Leinsamen mit einer Quellzahl von 6 etwas niedriger als bei Flohsamen und Flohsamenschalen aus.

Zudem enthalten Leinsamen neben den nützlichen Schleimstoffen auch noch Öle. Diese Öle haben wiederum eine besonders gute Gleit- und Quellwirkung. Nachdem die Leinsamen mit ausreichend Wasser (!) eingenommen wurden, quellen sie im Darm und vergrößern das Stuhlvolumen. Dadurch wird die Darmtätigkeit angeregt.

Alnatura Bio Leinsamen

  • natürlicher Ballaststofflieferant

  •  sorgen für weichen Stuhl

  • können Schmerzen beim Stuhlgang reduzieren

Wirkung von Leinsamen bei Hämorrhoiden

Leinsamen sind ein pflanzliches Quellmittel. Genauso wie Flohsamenschalen können Leinsamen im Zusammenhang mit Hämorroiden als Teil der Basistherapie angesehen werden. Denn Leinsamen wirken mehrfach bei Hämorrhoiden:

  • Bei Einnahme mit genügend Wasser (!) helfen Leinsamen dabei, den den Stuhlgang zu regulieren und wirken bspw. sehr gut gegen Verstopfung.
  • Darüber hinaus sind Leinsamen als Ballaststofflieferant ein hilfreiches Nahrungsmittel bei der Diät bzw. Gewichtsreduktion im Rahmen der Hämorrhoiden-Therapie.

Zwar existieren keine expliziten Studien, die zweifelsfrei nachweisen, dass die Einnahme von Leinsamen die Hämorrhoiden-Beschwerden verringern. Jedoch sind sich Mediziner darüber einig, dass Leinsamen als Bestandteil der Hämorrhoiden-Basistherapie eingesetzt werden können. Denn häufig entstehen Hämorrhoiden als Folge von falscher Ernährung. Ein wirkungsvoller Therapieansatz ist deshalb die Umstellung auf eine ballaststoffreichere Kost, die unter anderem auf Leinsamen basiert. Lesen Sie hierzu auch “Wie wirken ballaststoffreiche Lebensmittel bei Hämorrhoiden?“.

Nur Geduld: Es dauert etwas, bis die Einnahme der Leinsamen Wirkung zeigt. Ähnlich wie bei anderen Hausmitteln oder einer Ernährungsumstellung tritt auch hier die Linderung der Hämorrhoiden nicht unmittelbar ein, sondern erfordert etwas Zeit.

Anwendung von Leinsamen bei Hämorrhoiden

  • Bei Verstopfung 2- bis 3-mal täglich 1 Esslöffel unzerkleinerte Leinsamen (rund 10 Gramm) mit ausreichend Flüssigkeit (mindestens 150 ml) einnehmen.
  • Falls Sie die Verträglichkeit der Leinsamen erst testen wollen, starten Sie mit einer kleinen Dosis und steigern dann die Menge pro Tag: von 1 Teelöffel auf 1 Esslöffel.
  • Achten Sie darauf, während der Therapie mit Leinsamen ausreichend zu trinken: täglich ca. 1,5 bis 2 Liter.
  • Warten Sie mit der Einnahme anderer Medikamente bis ca. 1 Stunde nach der Anwendung mit Leinsamen.
  • Schwangere mit Hämorrhoiden-Beschwerden sollten eine Einnahme vorher mit dem Frauenarzt besprechen.
  • Zusätzlich können Sie die Zufuhr von Leinsamen erhöhen, indem sie täglich einige Löffel geschroteter Leinsamen über Joghurt, Quarkspeisen, Müslis und Salate sowie in Smoothies geben.
  • Auch Brote, Muffins oder auch Hackbraten können mit geschroteten Leinsamen verfeinert werden. Keine Sorge, das nussige Aroma der Leinsamen passt sehr gut zu Backwaren.

Wie schrotet man Leinsamen?

Geschrotete Leinsamen wirken etwas intensiver als unzerkleinerte. Frische, ganze Leinsamen können beispielsweise in einer sauberen Kaffeemühle* oder einer speziellen Leinsamenmühle* geschrotet werden.

Peugeot Leinsamenmühle

  •  Manuelle Gewürzmühle zum einfachen Zerkleinern von Leinsamen

  • Material speziell ausgerichtet auf Leinsamen, deren Härte und ölige Konsistenz

  • Direktes Befüllen und Zermahlen für sofortigen Verzehr


Ergebnis des Wirksamkeits-Checks

Beurteilung: ★★★

Begründung: Zwar existieren derzeit keine Studien, die zweifelsfrei nachweisen, dass die Einnahme von Leinsamen das Hämorrhoidalleiden lindern. Jedoch sind sich Darm-Experten einig, dass Leinsamen ein wirkungsvoller Bestandteil der Hämorrhoiden-Basistherapie sind.

Preisklasse: €€ (5,00€ bis 10,00€)

Erhältlich als:

Ganze Leinsamen*
✔ Geschrotete Leinsamen*


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Quellen:

‎Bombastus-Werke AG: Packungsbeilage Leinsamen.

Reader´s Digest (Hrsg.): Natürliche Hausmittel für die schnelle Hilfe: Erkältung, Migräne, Schlaflosigkeit und andere Beschwerden sanft lindern. Reader´s Digest – Verlag 2014.

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